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Lebensmittelverpackungen, Becher, Dosen, Folien... ständig ist der Gelbe Sack voll. Besonders in Haushalten mit mehr als drei Personen wächst der Müllberg rasant an. Kaum hat man den vollen Müllsack entsorgt, ist der neue schon zu Hälfte befüllt. Um dem entgegenzuwirken kann man versuchen auf unnötigen Verpackungsmüll zu verzichten, doch das ist oft leichte gesagt als getan. Schließlich ist es schon schwer genug müllfrei Essen einzukaufen. Gerade in unserer modernen Gesellschaft ist es so gut wie unmöglich völlig auf Plastikabfälle zu verzichten. Aber was kann man tun, um ressourcenschonender zu leben?

Das Beste, was man für sich selbst und die Umwelt tun kann, ist zunächst Schritt für Schritt auf Produkte zu verzichten, die zigmal verpackt sind. Statt den Toastkäse, der in zwei oder gar drei unterschiedlichen Folien eingeschweißt ist, kauft man den Käse, der nur einmal verpackt ist. Aber auch in anderen Situationen kann man sein Kaufverhalten umweltfreundlicher gestalten. Ist Ihnen beispielsweise schon einmal aufgefallen, dass flüssige Waschmittel teilweise in unglaublich großen Verpackungen verkauft werden?

Sie sollen uns Verbrauchern zwei Dinge vorgaukeln:

  1. die große Menge reicht für einen langen Zeitraum
  2. durch die Jumbo-Packung bekommt man mehr für sein Geld

Leider erweisen sich diese Eindrücke häufig als Trugschluss, wie man hier nachlesen kann. Oftmals wurden die flüssigen Waschmittel mit anderen chemischen Stoffen gestreckt, so dass man die doppelte Menge an Waschmittel benötigt, um die gleiche Waschleistung zu erhalten wie bei Waschmittel in kleinen Verpackungen. Das ist weder gut für die Umwelt noch für den Geldbeutel. Und das erschreckende ist, dass diese Masche von bekannten Herstellern wie Persil, Spee und Coral praktiziert wird.

Was kann man dagegen tun —  Öko-Waschmittel kaufen?

Natürlich könnte man jetzt auf die flüssigen Waschmittel in den kleinen Verpackungen zurückgreifen. Damit würde man schon mal effizienter waschen und somit Wasser sparen. Allerdings bleibt da noch das Problem mit dem Müll. Die Waschmittel reichen nur für vergleichsweise wenig Waschgänge und es müssen immer neue Flaschen nachgekauft werden. So kann sich alleine darüber schon eine Menge Verpackungsabfall anhäufen. Die einfache Lösung lautet hier ein möglichst leistungsstarkes Waschmittel zu verwenden, wo die Verpackung im Verhältnis sparsam ausfällt. Und natürlich sollte das ganze auch noch ökologisch sein.

Umweltfreundliches Waschmittel

Amway Waschmittel SA8Vor einiger Zeit habe ich ein flüssiges Waschmittel für mich gefunden, dass all diese Anforderungen erfüllt. Es handelt sich dabei um das Amway-Waschmittel SA8. Da es ein Konzentrat ist, braucht man pro Waschgang nur sehr wenig davon. Somit hält es sich sehr lange und man muss es nicht so oft nachkaufen, was den Verpackungsmüll reduziert.

Das besondere an dem Flüssigwaschmittel ist, das es sich hier quasi um ein Öko Waschmittel handelt. Der Grund ist, dass man hier bewusst auf umweltschädliche Stoffe verzichtet hat und unter anderem  Bioenzyme und einen natürlichen Wasserenthärter einsetzt. Somit ist das Amway-Waschmittel SA8 biologisch abbaubar und ökologisch betrachtet ein wirklich gutes Waschmittel. Was ich ebenfalls gut finde ist, dass Amway komplett auf Tierversuche verzichtet und man dadurch auch von einem veganen Flüssigwaschmittel sprechen kann.

Der Waschmittel-Vergleich

Amway Waschmittel SA8

Ich habe das SA8 Flüssigwaschmittel (1,5 Liter) mit zwei anderen Waschmitteln verglichen. Zum einen mit dem Persil Universal Gel, da es eines der beliebtesten Waschmittelmarken ist und vom Marktführer Henkel hergestellt wird und zum anderen das Frosch Waschmittel, welches sich selbst als besonders Umweltfreundlich bewirbt und bei Verbrauchern ebenfalls sehr beliebt ist.

Was in der Vergleichstabelle sofort auffällt, ist der deutlich höhere Preis von SA8 gegenüber Persil und Frosch. Pro Waschgang muss man hier das Zwei- bzw. Dreifache bezahlen, was in meinen Augen ein großer Nachteil ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass nicht jeder dazu bereit ist diesen Preis zu zahlen.

In allen anderen Punkten kann dafür das Amway-Waschmittel mindestens gleichziehen oder ist sogar besser. Beispielsweise ist es als einziges flüssiges Waschmittel auch für empfindliche Textilien wie Wolle und Seide geeignet.

Aus ökologischer Sicht gewinnt SA8 haushoch. Während Persil und Frosch ihre Wirkung erst ab einer Wassertemperatur von 20°C entfalten können, tut SA8 dies bereits ab einer Temperatur von nur 15°C. Das kann eine Menge Strom sparen.

Auch das Müllaufkommen ist bei Amway-Waschmittel deutlich geringer. Für 1000 Waschgänge benötigt man 20 Kanister. Bei Persil sind es dagegen ganze 50 Kunststoffflaschen und bei Frosch 56 Kunststofftüten. Zwar benutzt Frosch für sein Flüssigwaschmittel Tüten statt Flaschen, was den Kunststoffverbrauch deutlich reduziert, allerdings ist es ökologisch betrachtet trotzdem nicht ganz optimal, da das Waschmittel bei weitem nicht so ergiebig ist wie SA8 und man somit öfter nachkaufen muss.

Von den Inhaltsstoffen her haben SA8 wie auch Frosch Waschmittel die Nasen vorn. Beide Hersteller werben damit, dass ihre Produkte umweltschonend und biologisch abbaubar sind.

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Tipp: 14% sparen

Falls Sie das SA8 Flüssigwaschmittel einmal selber ausprobieren möchten, können Sie es ganz bequem im Amway Online-Shop bestellen. Klicken Sie dafür auf die Kaufen-Schalfläche.

Mit dem SA8 4-Liter-Kanister reduziert sich der Preis pro Waschgang von 0,65€ auf 0,56€ und es weden nur 8 Kanister (bzw. 7,5) für 1000 Waschgänge benötigt. Und auf ungewollte Füllstoffe wird auch verzichtet. Preisersparnis: 14%

Fazit:

Natürlich kann ich nicht behaupten, dass SA8 das beste Flüssigwaschmittel der Welt ist. Dafür kenne ich schlicht und ergreifend nicht alle Produkte, die es auf dem Markt gibt. Wer aber mit dem relativ hohen Preis leben kann und primär ein Öko-Waschmittel sucht, sollte auf Amway-Waschmittel SA8 zurückgreifen. Hier bekommt man ein gutes Produkt, das leistungsstark und gleichzeitig schonend zur Umwelt ist. Allerdings macht auch Frosch mit seinem Waschmittel einen guten Job. Lediglich das hohe Verpackungsaufkommen ist mir ein Dorn im Auge sein.

Müllbeutelhalter zum SelberbauenWer keine Lust hat sich einen Müllbeutelständer oder ähnliches zu kaufen, dem könnte dieser Tipp gefallen. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie man mit ganz einfachen Mitteln sich einen eigenen Müllbeutelhalter für den Garten, die Werkstatt oder für die Küche selber bauen kann.

Anleitung:

Alles, was man dazu braucht, ist ein großer Kunststoffeimer mit Henkel und Deckel und ein scharfes Teppichmesser. Der Eimer sollte ein Volumen von 10 bis 20 Liter haben und der Deckel muss den Eimer fest verschließen können. Am besten ist ein alter Farbeimer dafür geeignet, den man nicht mehr braucht. Als Alternative geht auch ein großer Mayonnaiseeimer aus der Gastronomie oder irgendein anderer Eimer (Auf den Bildern ist ein ovaler 10 Liter-Eimer zu sehen).Müllbeutelhalter zum Selberbauen

Schritt 1: Als erstes sollte man den Eimer von Verunreinigungen grob reinigen. Besonders der Deckel und der obere Rand vom Eimer sollten sauber sein, da man die im Endeffekt für den Müllbeutelhalter braucht. Wichtig ist, dass der Eimer nicht schmierig ist und man ihn zum Bearbeiten gut festpacken kann.

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Schritt 2: Als Nächstes schneidet man mit dem Teppichmesser den Rand vom Eimer ab. Hierfür ist einiges an Kraft notwendig und man sollte unbedingt Erfahrung mit dem Umgang von Teppmichmessern haben, da es sonst zu Schnittverletzungen kommen kann. Wer unsicher im Umgang mit dem Messer ist, sollte das Schneiden lieber an einem einfacheren Objekt üben und für den Kunststoffeimer stattdessen eine Säge oder eine Schere verwenden. Tipp: Der Eimer lässt sich besser bearbeiten, wenn dieser vorher mit dem Deckel verschlossen wird, da er dadurch stabiler wird.Müllbeutelhalter zum Selberbauen


Schritt 3: Als letztes wird im Deckel ein Loch ausgeschnitten. Auch hier ist der Deckel wesentlich einfacher zu bearbeiten, wenn er am Eimer (bzw. das, was davon übrig ist) festgedrückt wird. Man sollte versuchen, so nah wie möglich am Deckelrand zu schneiden, um dadurch eine schöne große Öffnung zu bekommen.Müllbeutelhalter zum Selberbauen


Et voilà – der Müllbeutelhalter ist fertig. Jetzt muss mann nur noch einen Müllbeutel zwischen Eimer und Deckel klemmen und mit dem Henkel an die passende Stelle hängen. Sollte sich nachher der Deckel nur schwer lösen lassen, hilft es wenn man ihn nicht ganz so fest an den Eimer drückt.Müllbeutelhalter zum Selberbauen

Passende Mülleimer für den Gelben Sack

Passende Mülleimer für den Gelben SackSie benötigen einen neuen Mülleimer, der genau zum Gelben Sack passt? Klicken Sie auf die Schaltfläche, um zur Auswahl von günstigen Mülleimer für Gelbe Säcke zu gelangen.

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In Deutschland nimmt die Menge an Verpackungsmüll von Jahr zu Jahr zu. Die aktuelle Statistik der GVM zeigt, dass der Verpackungsverbrauch von Privathaushalten auf mittlerweile 8,06 Millionen Tonnen angestiegen ist. Pro Kopf sind das ca. 100 kg und der industrielle Abfall ist noch gar nicht mit einbezogen. Das ist der bisherige Höchstwert und wenn die Tendenz der letzten 6 Jahre weiter anhält, wird es in Zukunft noch deutlich mehr werden.

Wie entsteht Verpackungsmüll

verpackungsmüllDie Entwicklung zeigt, dass die Verpackungsmüllzunahme von ein paar wesentlichen Faktoren beeinflusst wird. Am meisten trägt der Versandhandel dazu bei. Seit Langem ist in deutschland der Trend zu beobachten, dass der Onlinehandel immer beliebter wird. Bücher, Elektrogeräte und sogar Lebensmittel werden im Internet bestellt. Das ist ansich nicht schlecht, jedoch fällt mit jeder Bestellung eine verhältnismäßig große Menge Verpackungsmüll an, um die Ware auch versenden zu können.

Ein anderer Punkt ist, dass sich immer mehr Leute nicht mehr die Zeit nehmen können, um zu Hause zu kochen. Meist wird dann außer Haus gegessen und getrunken. Dadurch steigt das Aufkommen von „To-Go Produkten", wie zum Beispiel der berühmte Coffee to go. Nach einmaligem Gebrauch werden die nicht mehr benötigten Becher im besten Fall in den Müll geworfen.

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Auch in den Supermärkten tut sich was. In Deutschland gibt es fast 40 Prozent Singelhaushalte, also Haushalte in denen nur eine Person wohnt. Es ist nur logisch, dass sich diese Menschen keine riesige Familienpackungen im Laden kaufen möchten. Stattdessen verkaufen die Lebensmittelläden ihre Waren in immer kleineren Portionen. So werden zwar weniger Lebensmittel schlecht aber dafür steigt der Verpackungsmüll.

Aber auch der Endverbraucher trägt eine Mitschuld. Durch die Convenience-Orientierung, also der Wunsch nach einem immer bequemeren und angenehmeren Lebensstil, steigt der Verpackungsmüllanteil. Das veranlasst uns eingetütete Fertigprodukte, wie beispielsweise Tiefkühlpommes, der Rohware zu bevorzugen.

Was ist eine Verpackung

Verpackungsmüll FragezeichenEine Verpackung ist ein Produkt, dass aus einem beliebigem Stoff (z.B. Pappe oder Weißblech) besteht. Sie dient:

  • zur Aufnahme,
  • zum Schutz,
  • zur Handhabung,
  • zur Lieferung
  • und zur Darbietung

von Waren, die vom Hersteller an den Benutzer oder Endverbraucher weitergegeben werden. Das klingt in erster Linie relativ einfach, ist aber manchmal sehr kompliziert. Als Beispiel möchte ich hier ein Satz aus der GVM-Studie „Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland im Jahr 2013“ zitieren:

„Nach der Verpackungsverordnung werden Klarsichtfolien um CD-Hüllen als Verpackungen eingestuft. Daraus wurde der „Umkehrschluss“ gezogen, dass die Hartkunststoffboxen für CDs, DVDs etc. keine Verpackungen darstellen."

Klingt komisch, ist aber so, hätte Armin Maiwald (nicht Peter Lustig) wohl jetzt an dieser Stelle gesagt. Es zeigt aber sehr deutlich, wie verzwickt die Sache ist und es dem einfachen Endverbraucher kaum möglich macht Gegenstände als Verpackungsmüll zu erkennen.

Arten von Verpackungen im Sinne der VerpackV

Getränkeverpackung: Getränkeverpackungen sind laut Verpackungsverordnung geschlossene oder überwiegend geschlossene Verpackungen für flüssige Lebensmittel, die zum Verzehr als Getränk bestimmt sind.

Mehrwegverpackung: Mehrwegverpackungen sind  Verpackungen, die dazu gedacht sind nach Gebrauch mehrfach zum selben Zweck wiederverwendet zu werden. Durch ihre Widerverwendbarkeit trage sie  zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Abfallreduzierung bei.

Transportverpackung: Transportverpackungen sind Verpackungen, die den Transport von Waren erleichtern, Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren oder zum Zweck der Sicherheit des Transports verwendet werden und beim Vertreiber anfallen.

Umverpackung: Umverpackungen sind Verpackungen, die als zusätzliche Verpackungen zu Verkaufsverpackungen verwendet werden und nicht aus Gründen der Hygiene, der Haltbarkeit oder des Schutzes der Ware vor Beschädigung oder Verschmutzung für die Abgabe an den Endverbraucher erforderlich sind.

Verkaufsverpackung: Verkaufsverpackungen sind Verpackungen, die als eine Verkaufseinheit mit der  Ware angeboten (wie z.B. Zahnpasta-Tube, die die Zahnpasta direkt umhüllt) und in der Regel erst beim Endverbraucher entsorgt werden (im Gegensatz zur Transport- und Umverpackung).

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit

Verpackungsmüll – Mengenangaben

Die folgenden Daten geben den verursachten Verpackungsmüll privater Endverbraucher im Jahr 2013 an. Sie wurden aus der oben erwähnten Studie der GVM entnommen.

Verpackungsmüll Statistik

Wie wird der Verpackungsmüll verwertet?

Im wesentlichen spielen hierbei zwei Verwertungswege eine Rolle. Der größte Teil (ca. 71 Prozent) wurde werkstofflich verwertet. Die werkstoffliche Verwertung wird umgangssprachlich auch als Recycling bezeichnet. Hierbei wird der Verpackungsmüll aus Glas, Papier, Metall oder Kunstoff zu neuen Produkten verarbeitet. Leider bedeutet das nicht automatisch, dass aus einem Joghurtbecher auch wieder ein Joghurtbecher oder ähnliches wird. Oftmals wird downcycling betrieben und das Material erreicht nicht mehr die ursprüngliche Qualität.

Ein Viertel des Verpackungsmülls wurde der energetischen Verwertung zugeführt. Bei der energetischen Verwertung werden die Abfälle, die einen hohen Heizwert vorweisen können, als Energieträger verbannt. Mit Hilfe der aufkommenden Wärme werden dann industrielle Erzeugnisse, wie zum Beispiel Zement hergestellt. Während Aluminium, Flüssigkeitskartons, Glas, Papier und Weißblech zu einem großen Teil werkstofflich verwertet werden, wird ca. 50 Prozent des Kunststoffs energetisch verwertet und damit verbrannt.

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Verpackungsmüll vermeiden

Folgende Tipps können dabei helfen den Verpackungsmüll zu reduzieren:

  • Verzichten sich beim Einkauf auf Plastiktragetaschen und nutzen Sie stattdessen Stofftragetaschen oder einen Einkaufskorb.
  • Trinken Sie Leitungswasser statt Wasser aus Flaschen.
  • Kaufen Sie Wasser möglichst in Glasflaschen, falls Sie Leitungswasser nicht mögen. Die sind besser recycelbar als Plastikflaschen.
  • Vermeiden Sie Produkte, die in unnötig viel Plastik eingepackt sind oder verzichten Sie ganz auf eine Verpackung, wenn dies möglich ist.
  • Kochen Sie öfter frisch. So entsteht kein Verpackungsmüll durch Tiefkühlware und eine Pizza im Pizzakarton muss auch nicht bestellt werden.

Alle hier gelisteten Informationen wurden aus der 2015 veröffentlichten Statistik der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung entnommen. Der vollständige Bericht kann von der Webseite des Umweltbundesamtes HIER kostenfrei heruntergeladen werden.

In Deutschland wird der Abfall von zwei unterschiedlichen Systemen entsorgt. Zum einen werden öffentliche Fachbetriebe  mit der Abfallentsorgung beauftragt und zum anderen gibt es auch Entsorgungsfachbetriebe, die sich in privater Hand befinden. Daher kommt auch der Name „Duales System" zustanden. In Deutschland gibt es mittlerweile zehn unterschiedliche privat geführte Unternehmen, die am Dualen System beteiligt sind. Der Marktführer unter ihnen ist die DSD – Duales System Deutschland GmbH, der seit 1990 das wohl bekannteste Piktogramm in Deutschland gehört – der Grüne Punkt.

Duales System Deutschland – Seine Geschichte

duales system deutschlandVor 1991 gab es in Deutschland nur eine einzige Mülltonne, in der der gesamte unsortierte Hausmüll entsorgt wurde. Glas, Batterien, Verpackungen – alles durfte rein. Der Müll wurde dann von städtischen Entsorgungsunternehmen abgeholt und häufig auf einer Mülldeponie abgeladen. Auf diese Weise wurden die Deponien immer größer und sobald der Müllberg hoch genug war, wurde er mit Erde abgedeckt, begrünt und anschließend als Landschaftspark freigegeben. Dass diese Art des „Terraformings" nicht besonders gesund für uns Menschen und den Planeten war, leuchtete Ende der 1980er ein. Eine Lösung musste her.

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Der Deutsche Bundestag verabschiedete ein Gesetzt, das 1991 erstmalig in Kraft trat: Die Verpackungsverordnung (VerpackV) war geboren. Sie schreibt vor, das die deutschen Unternehemen der Lebensmittel- und Verpackungsbranche, die Verpackungen in Umlauf bringen, für deren Entsorgung verantwortlich sind. Durch diese gesetzliche Verpflichtung heraus bildete bereits ein Jahr vorher die deutsche Wirtschaft ein gemeinsames Unternehmen, das mit der Entsorgung beauftragt wurde – Das Duale System Deutschland.

Ursprünglich war die Duales System Deutschland GmbH eine gemeinnützige Organisation, die Hersteller und Vertreiber von Verpackungen bei ihrer Erfüllung der Verwertungspflichten entlasten sollte. Schon seit der Gründung hatte die Duales System Deutschland GmbH mit heftiger Kritik und finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. 1997 wurden erstmalig schwarze Zahlen geschrieben und die DSD GmbH wurde zeitweise bis 2005 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Trotz wachsender Konkurrenz bleibt DSD Marktführer

duales system deutschlandÜber 12 Jahre konnte die Duales System Deutschland GmbH sich eine Monopolstellung bewahren, als schlussendlich nach einer weiteren überwundenen Krise das Unternehmen zu einer Umstrukturierung gezwungen war. Dies machte es Konkurrenten einfacher sich am Markt zu etablieren und allmählich konnten sich immer mehr Unternehmen am dualen System in der Abfallwirtschaft beteiligen. Seit 2003 ist die Zahl immer weiter gestiegen und mittlerweile sind neben der DSD GmbH zehn weitere Anbieter zugelassen worden.

Oft findet man auf Verpackungen Dinge, die man nicht zu interpretieren weiß. Alleine für die meisten Zutatenlisten auf Lebensmittelverpackungen bräuchte man ein mehrjähriges Chemiestudium, um überhaupt zu verstehen, um was es sich dabei handelt. Oder wissen Sie, was Xanthan* ist? Doch neben den kompliziert wirkenden Wörtern findet man auch diverse Piktogramme, die leider nicht immer selbsterklärend sind. Eines der bekanntesten Symbole ist der Grüne Punkt.

Das bedeutet der Grüne Punkt

der grüne punktDer Grüne Punkt ist seit 1990 ein geschütztes Markenzeichen der „Duales System Holding GmbH & Co. KG" (DSD). Herstelle und Vertreiber von Verpackungen haben nach der Verpackungsverordnung die Möglichkeit einen Lizenzvertrag mit der DSD abzuschließen und dürfen das Symbol auf ihre Produkte abbilden. Dadurch wird sichtbar, dass der Verpackungshersteller bzw. -vertreiber für seine Verpackung bereits im Voraus für das Recycling bezahlt hat und damit nicht mehr verpflichtet ist die gebrauchte Verpackung vom Verbraucher unentgeltlich zurückzunehmen. Für uns Verbraucher heißt das im Endeffekt, dass Abfälle mit dem Grünen Punkt in den Gelben Sack oder in die entsprechenden Sammelcontainern entsorgt werden dürfen. Da seit 2009 die 5. Novelle der Verpackungsverordnung in inkraft getreten ist, muss nicht mehr zwangsweise der Grüne Punkt abgebildet werden, um Abfälle der Altstoffverwertung zuführen zu dürfen.

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Wie funktioniert das System „Grüner Punkt"?

der grüne punkt (2)Da die ganze Maschinerie der dualen Systeme relativ umfangreich ist und neue Gesetze in der Vergangenheit das System immer wieder angepasst und geändert haben und es wahrscheinlich auch in Zukunft weiterhin tun werden, möchte ich das Prinzip vereinfacht an einem Beispiel erklären.

Nehmen wir mal an, Sie gründen eine Firma, mit der Sie Oragensaft produzieren wollen. Da Sie den Orangensaft nur schlecht ohne Verpackung an den Mann bringen können, entscheiden Sie sich dafür den Orangensaft in Ihrer Firma in Trinkpäckchen abzufüllen. Das fertige Produkt soll anschließen ohne Umwege direkt an den deutschen Einzelhandel verkauft werden. Die Verpackungsverordnung verpflichtet jedes Unternehemen eine Verpackung, die befüllt erstmalig auf den deutschen Markt gebracht wird, bei einem dualen System anzumelden. Sie lassen ihre Trinkpäckchen bei der Duales System Holding GmbH & Co. KG lizenzieren und dürfen nun den Grünen Punkt auf Ihr Produkt abbilden. Damit brauchen Sie sich nicht mehr um die Entsorgung und das Recycling Ihrer Trinkpäckchen zu kümmern und können Ihr Produkt nun verkaufen.

Die Lizenzierung kostet natürlich Geld und je nach Menge und Material der Verpackung ändert sich auch der Preis (das günstigste Angebot bei DSD beträgt 140 Euro pro Jahr). Diese Kosten werden letztendlich an den Endverbraucher weitergeleitet. Im Durchschnitt zahlt jeder somit ca. 92 Cent im Monat, damit der Verpackungsmüll auch recycelt wird.


*Xanthan ist ein Polysaccharid. Es wird als Lebensmittelzusatzstoff als Verdickungs- und Geliermittel eingesetzt.